Antidiskriminierungsstelle der DITIB
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19.02.2026
Sechster Jahrestag des rechtsterroristischen Anschlags von Hanau
Köln, 19.02.2026
Sechs Jahre nach dem rassistischen, rechtsterroristischen und islamfeindlichen Anschlag von Hanau gedenken wir der neun ermordeten Menschen sowie aller Betroffenen, deren Leben durch diese Tat unwiderruflich verändert wurde. Der 19. Februar 2020 markiert eine Zäsur in der jüngeren deutschen Geschichte – ein Datum, das für antimuslimischen Rassismus, rechtsextremistische Ideologie und institutionelles Versagen steht.Der diesjährige Jahrestag ist von erneuter Trauer überschattet: Am 10. Januar 2026 verstarb Ibrahim Akkuş, der bei dem Anschlag schwer verletzt worden war, im Alter von 70 Jahren an den langfristigen körperlichen und seelischen Folgen der Tat. Sein Tod verdeutlicht auf schmerzliche Weise, dass rassistischer Terror nicht am Tattag endet – seine Folgen wirken über Jahre fort. Wir gedenken:Hamza KurtovićGökhan GültekinFatih SaraçoğluSedat GürbüzVili Viorel PăunMercedes KierpaczSaid Nesar HashemiFerhat UnvarKaloyan VelkovIbrahim Akkuş Rechtsextremer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Klima, gesellschaftlicher Spaltung, enthemmter Sprache und menschenfeindlicher Narrative. Die Tat war Ausdruck einer Ideologie des Hasses, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Glaubens entwertet.Der Tod von Ibrahim Akkuş mahnt uns, dass Terror langfristige Zerstörung hinterlässt – körperlich, psychisch, familiär und gesellschaftlich. Sein Schicksal steht exemplarisch für die bleibenden Narben rassistischer Gewalt.Erinnerung bedeutet daher mehr als Gedenken. Erinnerung bedeutet:• strukturelle Analyse statt Verharmlosung,• klare Benennung statt Relativierung,• Solidarität statt symbolischer Gesten,• Prävention statt bloßer Reaktion.Sechs Jahre nach Hanau bleibt es unsere gemeinsame Verantwortung, Rassismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten – auf politischer, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene.Möge Allah den Verstorbenen Barmherzigkeit, Segen und Frieden schenken.Den Hinterbliebenen wünschen wir Geduld, Kraft und Durchhaltevermögen. Sie kämpfen weiterhin unermüdlich für eine transparente Aufklärung und Konsequenzen für das Behördenversagen. DITIB Antidiskriminierungsstelle
Sechs Jahre nach dem rassistischen, rechtsterroristischen und islamfeindlichen Anschlag von Hanau gedenken wir der neun ermordeten Menschen sowie aller Betroffenen, deren Leben durch diese Tat unwiderruflich verändert wurde. Der 19. Februar 2020 markiert eine Zäsur in der jüngeren deutschen Geschichte – ein Datum, das für antimuslimischen Rassismus, rechtsextremistische Ideologie und institutionelles Versagen steht.Der diesjährige Jahrestag ist von erneuter Trauer überschattet: Am 10. Januar 2026 verstarb Ibrahim Akkuş, der bei dem Anschlag schwer verletzt worden war, im Alter von 70 Jahren an den langfristigen körperlichen und seelischen Folgen der Tat. Sein Tod verdeutlicht auf schmerzliche Weise, dass rassistischer Terror nicht am Tattag endet – seine Folgen wirken über Jahre fort. Wir gedenken:Hamza KurtovićGökhan GültekinFatih SaraçoğluSedat GürbüzVili Viorel PăunMercedes KierpaczSaid Nesar HashemiFerhat UnvarKaloyan VelkovIbrahim Akkuş Rechtsextremer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern im Klima, gesellschaftlicher Spaltung, enthemmter Sprache und menschenfeindlicher Narrative. Die Tat war Ausdruck einer Ideologie des Hasses, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft und ihres Glaubens entwertet.Der Tod von Ibrahim Akkuş mahnt uns, dass Terror langfristige Zerstörung hinterlässt – körperlich, psychisch, familiär und gesellschaftlich. Sein Schicksal steht exemplarisch für die bleibenden Narben rassistischer Gewalt.Erinnerung bedeutet daher mehr als Gedenken. Erinnerung bedeutet:• strukturelle Analyse statt Verharmlosung,• klare Benennung statt Relativierung,• Solidarität statt symbolischer Gesten,• Prävention statt bloßer Reaktion.Sechs Jahre nach Hanau bleibt es unsere gemeinsame Verantwortung, Rassismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten – auf politischer, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene.Möge Allah den Verstorbenen Barmherzigkeit, Segen und Frieden schenken.Den Hinterbliebenen wünschen wir Geduld, Kraft und Durchhaltevermögen. Sie kämpfen weiterhin unermüdlich für eine transparente Aufklärung und Konsequenzen für das Behördenversagen. DITIB Antidiskriminierungsstelle
10.12.2025
Hannoveraner Moscheen als Zielscheibe politischer Gewalt
Eine Serie von Angriffen auf Moscheen mit israelbezogenen Schmierereien und Sachbeschädigungen sorgt bei Muslimen im Raum Hannover für große Besorgnis. Seit Anfang der Woche kam es in zwei aufeinanderfolgenden Nächten zu mindestens vier Moscheeübergriffen. Dabei wurden an den Wänden und Schaufenstern großflächig Schriftzüge wie "IDF" und "Israel" angebracht, und eine Fensterscheibe wurde eingeschlagen. Dr. Zekeriya Altug, Leiter der DITIB-Antidiskriminierungsstelle, betont: "Diese mutwilligen Angriffe zielen darauf ab, unsere Solidarität mit den leidenden Menschen im Nahen Osten zu diskreditieren und durch das Fördern antisemitischer Deutungen Hass zu schüren. Wir dürfen uns als Muslime nicht provozieren lassen. Als Gesamtgesellschaft müssen wir jeder Form von Menschenfeindlichkeit – ob Muslimfeindlichkeit oder Antisemitismus – entschieden entgegentreten. Aus dem historischen 'Nie wieder' erwächst für die gesamte Gesellschaft die Pflicht, sowohl jüdisches Leben als auch die Menschen in Gaza, angesichts der Berichte über schwere Kriegsverbrechen, nicht im Stich zu lassen."
03.06.2025
Muslime besorgt über neuen Höchststand: 175 Übergriffe auf Moscheen im Jahr 2024
Köln, 3. Juni 2025 – Die Antidiskriminierungsstelle der Türkisch-Islamischen
Union (DITIB) veröffentlicht ihren aktuellen Jahresbericht „Moscheeübergriffe –
Das Jahr 2024“. Mit 175 dokumentierten Angriffen auf Moscheen in Deutschland
wurde nicht nur der Rekordwert des Vorjahres (137 Fälle) deutlich übertroffen –
im Vergleich zum Jahr 2021 haben sich die Übergriffe nahezu vervierfacht.Etwa 60 Prozent der Vorfälle bestehen aus Beleidigungen,
Schmähungen und Drohungen per Post oder E-Mail. Es folgen Sachbeschädigungen,
Schmierereien mit verbotenen Symbolen wie Hakenkreuzen sowie direkte
Bedrohungen. Die große Mehrheit dieser Angriffe weist einen
antimuslimisch-rassistischen Hintergrund auf und richtete sich in 96 Prozent
der Fälle gegen Moscheen der DITIB-Gemeinden.Der Bericht zeigt eine enge Verbindung zwischen
gesellschaftspolitischen Ereignissen und dem Anstieg der Übergriffe –
insbesondere seit dem 7. Oktober 2023. Viele Taten stehen im Zusammenhang mit
medialen Debatten, dem Nahostkonflikt und der zunehmenden Polarisierung durch
rechtspopulistische Narrative. Die Täter berufen sich häufig auf
Verschwörungserzählungen und hetzen gegen Muslime – oft unter Verwendung von
NS-Symbolik, Gewaltfantasien und sogenannten „Remigrationsforderungen“.Gesellschaftliche Warnsignale dürfen nicht länger
übersehen werden„Dass sich die meisten Übergriffe in Nordrhein-Westfalen
ereigneten, bereitet uns zusätzliche Sorge und stellt die bisherigen Erfolge im
Bereich der Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenhalts infrage“, erklärt
Dr. Zekeriya Altuğ, Leiter der DITIB-Antidiskriminierungsstelle. „Die
Erwartung, dass Sichtbarkeit, Transparenz und Dialogarbeit ausreichen, um
Islam- und Muslimfeindlichkeit entgegenzuwirken, scheint seit dem 7. Oktober
nicht mehr aufzugehen. Pauschale Antisemitismusvorwürfe treffen unsere Gemeinden
und spalten unsere Gesellschaft.“Weiter sagt Dr. Altuğ: „Jeder einzelne Vorfall zeigt,
welchen Schaden Diskriminierung anrichtet – nicht nur an Gebäuden, sondern auch
in den Herzen von Gemeinden, Familien und unseren Mitbürgerinnen und
Mitbürgern. Dieses Gift des Rassismus zersetzt den gesellschaftlichen
Zusammenhalt. Das muss uns alarmieren! Muslime dürfen nicht länger als
Blitzableiter gesellschaftlicher Spannungen dienen.“Zahlreiche Beispiele im Bericht zeigen deutlich, wie sich
Verrohung, Hetze und Gewalt auf das religiöse Leben und die psychische
Sicherheit muslimischer Gemeinden auswirken. Die
DITIB-Antidiskriminierungsstelle ruft Politik, Medien und Gesellschaft zu einer
differenzierten und entschlossenen Reaktion auf und fordert konkrete politische
Maßnahmen: einen besseren Schutz muslimischer Einrichtungen, eine konsequentere
Strafverfolgung sowie eine bewusste zivilgesellschaftliche Auseinandersetzung
mit antimuslimischem Hass.
Der vollständige Bericht kann auf https://www.ditib-ads.de/Publications
eingesehen und heruntergeladen werden.
20.02.2025
Schmiererei an DITIB Moschee in Sulzbach
Am 15. Februar 2025 um 22:25 Uhr wurde die Außenfassade der DITIB-Moschee in Sulzbach von Unbekannten mit ausländerfeindlichen, rassistischen und rechtsextremen Parolen sowie Hakenkreuzen beschmiert. Die Polizei wurde umgehend informiert und hat die Ermittlungen aufgenommen.
20.02.2025
Sachbeschädigung an der DITIB Moschee in Wickede
Am 18. Februar 2025 gegen 17:30 Uhr wurde die DITIB Anadolu Moschee in Wickede von unbekannten Tätern mit Steinen beworfen. Dabei entstand ein Sachschaden an der Eingangstür.Die Polizei wurde eingeschaltet, die Ermittlungen laufen.
Angriffe auf Moscheen sind kein Einzelfall - sie sind Ausdruck von antimuslimischem Rassismus und zielen darauf ab, Angst zu verbreiten.Solche Taten dürfen nicht unbeachtet bleiben. Es braucht eine klare Haltung gegen jede Form von Hass und Gewalt.
Angriffe auf Moscheen sind kein Einzelfall - sie sind Ausdruck von antimuslimischem Rassismus und zielen darauf ab, Angst zu verbreiten.Solche Taten dürfen nicht unbeachtet bleiben. Es braucht eine klare Haltung gegen jede Form von Hass und Gewalt.
19.02.2025
In Gedenken an die Opfer des Anschlags von Hanau
Fünf Jahre Hanau - Wir dürfen nicht vergessen!Am 19. Februar 2020 wurden in Hanau neun Menschen aus antimuslimischen, rassistischen, antisemitischen und rechtsextremen Motiven ermordet: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtovié, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoglu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov.Fünf Jahre sind vergangen. Die Familien der Opfer kämpfen weiterhin um Aufklärung und Gerechtigkeit. Doch viele Fragen bleiben bis heute unbeantwortet. Noch immer wird über die Motive diskutiert, noch immer wird relativiert. Doch die Fakten sind eindeutig:Der Täter handelte aus rassistischen und antisemitischen Überzeugungen.
Hanau erinnert uns daran, wachsam zu bleiben.Gerade in der aktuellen politischen Lage ist es wichtig, sich gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form rechter Gewalt zu positionieren.Erinnerung bedeutet nicht nur Rückblick, sondern Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft.
Hanau erinnert uns daran, wachsam zu bleiben.Gerade in der aktuellen politischen Lage ist es wichtig, sich gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form rechter Gewalt zu positionieren.Erinnerung bedeutet nicht nur Rückblick, sondern Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft.
30.01.2025
Hasserfüllte Briefe an zwei Moscheen
Nach den Bombendrohungen erhielten am Donnerstag zwei Moscheen, die marokkanisch-islamische Moschee in Düsseldorf und die DITIB Moschee in Dortmund, Briefe mit hetzerischen und beleidigenden Inhalten. Beide Fälle wurden der Polizei gemeldet, die Ermittlungen laufen.
Termine
17.02.2022
Hanau Gedenkveranstaltung
In Gedenken an:
Ferhat Ünver. Gökhan Gültekin. Hamza Kurtovic. Said Nessar El Hashemi. Mercedes Kierpacz. Sedat Gürbüz. Kaloyan Velkov. Fatih Saracoglu. Vili Viorel Paun.
Ferhat Ünver. Gökhan Gültekin. Hamza Kurtovic. Said Nessar El Hashemi. Mercedes Kierpacz. Sedat Gürbüz. Kaloyan Velkov. Fatih Saracoglu. Vili Viorel Paun.
18.02.2021
Gedenkveranstaltung Hanau
Zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in Hanau vom 19.02.2020 veranstaltet die DITIB Antidiskriminierungsstelle zusammen mit dem MoscheeForum eine Online Gedenkveranstaltung mit dem Titel "Ein Jahr nach Hanau: Ein Versuch des Verstehens und der Verarbeitung."
An der Live-Videokonferenz werden Herr Andreas Jäger von der Opferberatungsstelle der Stadt Hanau und Herr Fatih Kaya von der DTIB Antidiskriminierungsstelle als Gäste teilnehmen.
Forschung und Publikationen